Bürgermeisterbrief

Nachrichten der Marktgemeinde Sollenau, Ausgabe 01/2018 - Rubrik Gemeinde Aktuell / "Die Seite des Bürgermeisters"

Liebe Sollenauerinnen
und Sollenauer!

Die Gemeindezeitung erscheint seit der letzten Ausgabe in einem neuen, modernen Design. Ich habe sehr viele positive Rückmeldungen über das neue Erscheinungsbild erhalten und dieses Lob an unsere verantwortliche Mitarbeiterin, Frau Daniela Laas, weitergegeben. Vor allem der erstmals erschienene Sonderteil, der sich mit dem Thema Demographie befasst hat, fand großen Anklang.

Es gab jedoch auch vereinzelt kritische Stimmen, vor allem über den Umfang der Zeitung. Dazu möchte ich festhalten, dass die Sollenauer Nachrichten den vielen Vereinen und Institutionen in unserer Gemeinde die Chance bietet, aus ihrem Vereinsleben und über ihre Veranstaltungen zu berichten und die Möglichkeit nutzen, sich zu präsentieren. Ein positiver Effekt dabei ist, dass so manche Leser auf unser Vereinsleben aufmerksam gemacht werden, und dem einen oder anderen Verein als neue Mitglieder beitreten. Durch die Inserenten wird die Gemeindezeitung fast zur Gänze finanziert, und erfreulicherweise kommen immer wieder neue Einschaltungen dazu. Ich wünsche Ihnen schon jetzt viel Freude beim Lesen unserer „Sollenauer Nachrichten“ und möchte Sie im Besonderen auf unseren Sonderteil aufmerksam machen, der sich dieses Mal mit dem Thema „Kindergarten“ befasst.

Zu meinem ersten Bürgermeisterempfang am Donnerstag, den 22. Februar 2018, konnte ich sehr viele interessierte Besucher begrüßen und sie ausführlich über die in diesem Jahr geplanten Vorhaben informieren. In einer kurzen Rückblende habe ich auch die in den letzten Jahren umgesetzten Projekte Revue passieren lassen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Schülern und Schülerinnen der Musikschule Steinfeldklang. Es gehört für die jungen Künstler schon eine große Portion Mut dazu, sich auf die Bühne zu stellen und ihre Stücke vor einem großen Publikum zu präsentieren. Vor allem für vier Talente war der Auftritt zugleich eine Art Generalprobe, da sie die Musikschule Steinfeldklang beim großen NÖ Landeswettbewerb „Prima La Musica“ vertreten dürfen. Ich wünsche diesen TeilnehmerInnen viel Erfolg und alles Gute für diesen Musikwettbewerb, und werde ihnen natürlich ganz fest die Daumen halten. Im Anschluss an meinen Bericht nutzten auch einige Sollenauer die Gelegenheit, mit mir über ihre Anliegen zu sprechen. In lockerer Atmosphäre konnte so manches Problem an Ort und Stelle erörtert werden.
Das Jahr 2018 steht ganz im Zeichen von wichtigen Investitionen und Vorhaben in unserer Gemeinde. Eines der Hauptprojekte ist der Kindergartenzubau. Der letzte Zubau beim NÖ Landeskindergarten 1 erfolgte im Jahr 2009, seit diesem Zeitpunkt hat es einige Veränderungen gegeben. So wurde zum Beispiel das Kindergartenalter auf zweieinhalb Jahre herabgesetzt, sodass die Kindergartenanmeldungen schlagartig zugenommen haben. Sollenau zählt zu einer sehr beliebten Zuzugsgemeinde, viele Familien mit Kindern haben sich in den letzten Jahren in unserer Gemeinde angesiedelt. Auch das spiegelt sich natürlich in den Anmeldungen wieder. Als familienfreundliche Gemeinde sehen wir uns hier in der Verantwortung die Rahmenbedingungen zu schaffen, und in den Ausbau von Betreuungseinrichtungen zu investieren. Mit dem Land NÖ wurde der Ausbau des Landeskindergartens 1 besprochen, und nach Prüfung der relevanten Fakten wurde von Seiten des Landes grünes Licht für den Zubau von zwei weiteren Gruppen und einer Tagesbetreuungseinrichtung gegeben. Der Spatenstich soll im Frühjahr erfolgen und wenn alles planmäßig abläuft, können die neuen Gruppen schon im Februar des nächsten Jahres ihren Betrieb aufnehmen. Die Schaffung von weiteren Kindergartenplätzen soll gewährleisten, dass in unserer Gemeinde für jedes Kind ein Kindergartenplatz zur Verfügung steht. Mit der Tagesbetreuungsstätte ab dem ersten Lebensjahr wird das Betreuungsangebot zusätzlich erweitert, und soll den Wiedereinstieg in das Berufsleben nach der Karenz erleichtern. 

Von den kleinen Mitbürgern nun zu jenen jungen Ortsbürgern, die es wahrscheinlich kaum mehr erwarten können ihre neuen Wohnungen zu beziehen. Hier kann ich eine sehr erfreuliche Mitteilung machen. Die Schlüsselübergabe zu den Wohneinheiten des zweiten Bauteils „Junges Wohnen“ wird schon im Juni dieses Jahres erfolgen. Der Bezug der ersten eigenen Wohnung ist ein wichtiger Schritt in ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben. Für mich war es vor allem wichtig, dass dieser neue Lebensabschnitt für die jungen Menschen nicht mit einem belastend hohen finanziellen Aufwand beginnt. Ich habe mich daher intensiv für einen zweiten geförderten Bauteil „Junges Wohnen“ eingesetzt, wobei meine guten Kontakte zum Land NÖ sicherlich hilfreich gewesen sind. Leistbares Wohnen für Familien. Ebenfalls eine positive Förderzusage vom Land NÖ erhielten wir im November des Vorjahres für den Bau von 9 Reihenhäusern und 34 Genossenschaftswohnungen für die Wr. Neustädterstraße 107 bzw. für die Teichgasse (ehem. Ebner-Grundstück). Mein Ziel ist es, für unsere Ortsbürger den Ausbau von leistbarem Wohnraum für Familien zu forcieren und ich freue mich, dass wir mit diesem neuen Bauvorhaben auf dem richtigen Weg sind. Die Ausschreibungen befinden sich bereits in der Endphase und in Kürze werden die Informationsmappen mit allen Details auf dem Gemeindeamt aufliegen. Zur geplanten Informationsveranstaltung werden alle Wohnungswerber, die sich für dieses Projekt interessieren, eingeladen. Sollten Sie also Interesse an einem Reihenhaus oder an einer Wohnung haben, liegen vorgedruckte Ansuchen auf dem Gemeindeamt bereit. Der Baubeginn wird voraussichtlich im Frühsommer sein, die Fertigstellung Reihenhäuser/Wohnungen ist für Ende 2019 vorgesehen.

Im Gegensatz zu den entstehenden neuen Bauten, feiert unser Sozialzentrum dieses Jahr bereits sein 25-jähriges Bestehen! Die Idee, für Senioren in ihrer Heimatgemeinde betreute Wohneinheiten zu schaffen, stammt vom damaligen Bürgermeister Lorenz Hrabec. Er war es, der dieses Projekt ins Leben gerufen hat und mit seinem Team nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland, wertvolle Informationen gesammelt und Erfahrungsberichte eingeholt hat. Aufgebaut auf diesen Erfahrungswerten und seinem sozialen Konzept entstand nach eineinhalbjähriger Bauzeit das Sozialzentrum mit sechszehn Senioren- und vier Betreuerwohnungen. In den nächsten Jahren wurden dann weitere zehn externe Seniorenwohnungen in der Raaberbahngasse 3 eingerichtet. Unter meinem Amtsvorgänger Mag. Otto König und mit großem Engagement von GGR Eva Antoni wurden laufend Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. GGR Hermann Kögl, der seit 2015 das Sozialreferat übernommen hat, führt diese Linie mit vollem Einsatz weiter. In diesem Jahr steht für das Sozialzentrum eine Generalsanierung der Außenfassade mit Fenstertausch auf dem Programm. Angedacht ist auch die Erweiterung einzelner Wohnungen um einen Raum, vorausgesetzt die baulichen Möglichkeiten sind vorhanden. Das Sozialzentrum zählt seit Bestehen zu einem Herzstück in unserer Gemeinde. Mit all diesen Investitionen bemühen wir uns, als Gemeindeverantwortliche den Senioren ein geborgenes, liebevolles und gut ausgestattetes Zuhause zu schaffen. 

Nun zu einem etwas anderen Thema! Nicht nur wir Menschen freuen uns über Bewegung und üben uns in sportlicher Betätigung – auch wenn das manchmal doch mit etwas Überwindung verbunden ist. Ebenso brauchen unsere vierbeinigen Freunde Bewegung und genügend Auslauf. Damit dies schon sehr bald auch ohne Leine möglich ist, wird in den nächsten Wochen die Hundefreilaufzone auf einem weitläufigen Areal (Benzolstraße) fertig gestellt sein. Dort können sich sowohl die großen, als auch die kleinen Hunde nach Herzenslust austoben.

Nach den relativ milden Wintermonaten, haben wir in den letzten beiden Wochen doch noch eisige Temperauren zu spüren bekommen. Ich hoffe aber, dass wir bald mit angenehmen Frühlingstemperaturen verwöhnt werden und darf Ihnen für das bevorstehende Osterfest schon jetzt erholsame Feiertage und schöne Osterferien wünschen.

 

 

Ihr Bürgermeister
Stefan Wöckl